Neurodiversität in der Schule


Fortbildung I: Gemeinsam aus der Reihe tanzen: Grundlagen und Praxisimpulse für einen neurodiversen Unterricht

Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt von Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen. Im Klassenzimmer wird schnell klar: Jedes Gehirn und jedes Nervensystem funktionieren anders. Unser Unterricht orientiert sich jedoch häufig an Kindern, die sich lange konzentrieren, soziale Signale verstehen und auch bei Klassenlärm in Großgruppen stillsitzen und nach Plan lernen können. 

Nicht jedes Kind passt in dieses Raster. Manche kommen nicht mit, andere langweilen sich, wieder andere sind reizüberflutet oder stoßen an soziale Grenzen. Eine Anpassung an die Anforderungen kostet diese Kinder enorme Energie. Lernen wird zur Belastung und frustrierend. Im Klassenraum äußern sich diese Barrieren zum Beispiel in Form von Tagträumerei, Lernverweigerung, schlechten Leistungen, störendem Verhalten oder motorischer Unruhe. Lehrkräfte fühlen sich überfordert.

Diese Fortbildung beleuchtet Herausforderungen und Erfolgsbedingungen eines neurodiversen Unterrichts- eines Unterrichts, in dem jedes Kind nach seinen Bedürfnissen lernen kann und Stärken im Fokus stehen.

 

Schwerpunkt der Veranstaltung ist der Umgang mit Neurodivergenz im Bereich Aufmerksamkeit und Impulskontrolle. Fachspezifische Aspekte können daher nicht vertieft behandelt werden.

Inhalte

 

  • Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung
  • Grundlagen von Wahrnehmung und Lernen (Neurodiversität)
  • Typische Lernbarrieren neurodivergenter Kinder
  • Kommunikation und Beziehung
  • Gestaltung der Lernumgebung
  • Rhythmisierung und Ritualisierung von Unterricht
  • Übungen und Tools zur Förderung der Selbstregulation 
  • Stärkenorientierte Gruppenmomente
  • Best-Practice-Austausch

Für wen?

 

Lehrkräfte aller Schulformen, pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeit, Schulleitung, OGS-Mitarbeitende

Termine 2026 

 

Donnerstag, den 28.05.2026

von 10:00- 16:00 Uhr

online über Zoom

 

Eine praxisorientierte Vertiefung mit dem Thema Training von Selbstregulation findet am 24.06.2026 unter dem Titel „In Ruhe miteinander lernen: Übungen zur Selbstregulation, Konzentration & Entspannung im Klassenraum“ statt. Beide Veranstaltungen sind unabhängig voneinander buchbar.


Fortbildung II: In Ruhe miteinander lernen: Übungen zur Selbstregulation, Konzentration und Entspannung im Klassenraum

In unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt brauchen Kinder und Jugendliche in der Schule Zeit und Raum für bewusste Selbstwahrnehmung. 

Denn emotionale Ausgeglichenheit, Berührbarkeit und die Fähigkeit zur Selbststeuerung sind Grundvoraussetzungen für eine offene Lernhaltung und kreatives Handeln.

 

Spielerische Übungen zur Achtsamkeit im Unterricht fördern die innere Stabilität, das Selbstbewusstsein und die Konzentration. Sie schaffen einen Ausgleich zu Reizüberflutung, fördern eine entspannte Lernatmosphäre und sind somit wichtige Bausteine eines neurodiversen Unterrichts. Die Fortbildung verknüpft Stressforschung und Neurologie des Lernens mit praktischen Unterrichtsritualen. Alle Elemente werden gemeinsam erprobt, um Achtsamkeit als pädagogische Haltung zu trainieren.

 

Diese Fortbildung ergänzt praxisorientiert die Weiterbildung „Gemeinsam aus der Reihe tanzen: Grundlagen und Praxisimpulse für einen neurodiversen Unterricht“ am 28.05.2026. Beide Fortbildungen sind unabhängig voneinander buchbar.

Inhalte

  • Neurowissenschaftliche Grundlagen: Stress und Lernen
  • Achtsamkeit als pädagogische Haltung 
  • Spiele und Visualisierungen zur Selbstwahrnehmung
  • Rituale zur Rhythmisierung des Unterrichts
  • Bewegte Minipausen zum Stressabbau
  • Übungen zur Entspannung und Regeneration 
  • Mentale Strategien zur Emotionsregulation
  • Austausch und Anwendungsfelder

Für wen?

 

Lehrkräfte aller Schulformen, pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeit, Schulleitung, OGS-Mitarbeitende

Termine 2026

 

Mittwoch, den 24.06.2026

von 10:00-16:00 Uhr

online über Zoom